Station 5:
Die “Hohe Straße”

Ein Weg am Pulsschlag der Jahrtausende -
Eine vorgeschichtliche Handelsstraße
Dieser historische Verkehrsweg auf der Höhe zwischen
Kocher und Jagst, die „Hohe Straße“, führte von Bad
Wimpfen her nach Rothenburg. In ihrer Umgebung
befinden sich zahlreiche Grabhügel der Hallstattzeit,
also aus der Zeit von etwa 800 bis 500 v. Chr.
Diese standen sicherlich mit Siedlungen in Verbindung.
Daraus lässt sich schließen, dass es diese Straße
schon in vorgeschichtlicher Zeit, mindestens 1000 bis
500 Jahre vor unserer Zeitrechnung, gegeben hat.
Die “Hohe Straße” war eine wichtige Handelsstraße.
Über sie kam Neues und Fremdes in das Land:
Händler und Gaukler auf ihrem Weg zum Neusaßer
Markt und Pilger auf der Wallfahrt brachten ihre Waren
und Geschichten aus aller Herren Länder ins Jagsttal.
Die Offenheit der “Hohen Straße” war der Grund für ihre
wichtige Bedeutung: Für Händler und Pilger war der
Weg durch unübersichtliche Wälder nicht ganz ohne
Gefahren. Außerdem diente sie als Heerstraße.
Römische Legionen und all die folgenden Armeen,
welche in die kleinen und großen Kriege unserer
Geschichte zogen, nutzten die strategisch günstige
Wegführung.
Über die „Hohe Straße“ konnten weite Entfernungen
in kurzer Zeit zurückgelegt werden. Sie war eine Art
„Schnellstraße” der damaligen Zeit. Weitblick für
unsere eigenen Wege.
Die Straße führt uns über die Hochebenen des
Hohenloher Landes, lässt weit blicken über Wälder,
Wiesen und Felder. Eine malerische Landschaft öffnet
sich mit ihrer ganzen Schönheit dem Betrachter.
Dies ist eine Einladung, tief durchzuatmen. Es scheint,
als würde sich der Blick weiten und als würden sich am
Horizont neue Wege und Perspektiven auftun.

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